Carbon-Masten

Die Kohlefaser wird heutzutage für vielerlei Verschiedene Anwendungen benutzt:
Im Flugzeug- u. Fahrzeugbau, als Rotorblatt bei Windkraftanlagen und natürlich auch beim Bau moderner Segelyachten und Masten.
Neue, größere Einzelbauten werden von den Konstrukteuren und Werften fast grundsätzlich mit Carbonriggs konzipiert.

Wie bei herkömmlichen Riggs aus Aluminium fließen zur Berechnung der nötigen Stabilität eines Mastes die technischen Daten der auszustattenden Yacht in das Engineering mit ein.
Um es vorweg zu sagen: Carbonmasten werden INDIVIDUELL gefertigt. Das heißt für jede Yacht müssen solche Dinge wie z.B.:
  • Faserverläufe
  • Wandundsstärken
  • Salingsniveaus
  • Verstärkungen
  • Verjüngungen u.s.w.

einzeln berechnet werden.
Daher ist es auch sehr wichtig zu wissen ob später z.B. ein Top-Gennaker gefahren werden soll.
Da die auf das Masttop wirkenden Kräfte beim segeln mit dem Gennaker deutlich höher sind als bei einem Spinnaker ist es nur logisch, dass hier ein extra verstärkter Mastkopf gebaut werden muss.
So sind viele Dinge zu beachten, die bei der Fertigung eines Riggs aus Alu nicht ins Gewicht fallen.

Im Laufe der letzten Jahre wurde durch die moderne Composit Bauweise nicht nur der Mastenbau, sondern der gesamte Bootsbau beeinflusst.
Durch die Verwendung dieser High-Tech Materialien und Verarbeitungsmethoden, entstehen supersteife und extrem leichte Bootsrümpfe für Segelyachten und Motorboote.
Masten aus Carbon sind rund 50% leichter als vergleichbare Aluminiummasten und können gewichtsoptimiert konstruiert werden.

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Komposit – was ist das eigentlich?

Komposit werden Baumaterialien genannt die aus mehreren „Elementen“ bestehen soz. komponiert werden. Heute verwendet man den Begriff meistens in Zusammenhang mit Kunststoffen und Hochleistungsfaser aber auch z.B. Stahlbeton ist ein Komposit Baustoff.
Die Komposite mit denen Boots- & Mastenbauer zu tun haben bieten ihnen die Möglichkeit Dinge zu fertigen die mit Stahl oder Holz wesentlich aufwändiger, evtl. gar nicht zu realisieren wären. Hier werden i.d.R. Epoxy-Harze und Hochleistungsfasern – bevorzugt Carbon – eingesetzt.

Versteifungen oder höhere Materialstärken werden nur dort eingeplant wo diese wirklich benötigt werden z. B. im Bereich der Vorstagsaufhängung oder Salingsaufnahmen. So entstehen enorm flexible aber sehr stabile Riggs für Rennyachten und Cruisingboote.


Salingsaufnahme mit ext. Tang für Rod-Rigg

Aluminiummasten hingegen werden aus durchlaufenden Profilen gebaut die, egal ob stark oder wenig belasteter Bereich z. B. im Masttop oder Großbaumbeschlag,immer gleiche Stabilitätswerte haben.

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KING composite


King Composites fertigt seit 1988 Masten aus Aluminium, etwas später begann man mit der Produktion von Komposit Ruderblättern für Segelyachten. Zuerst aus Glasfaser dann aus Carbon.
Kurz darauf wurden die ersten Masten aus Carbon konzipiert und gebaut.

Heute baut King Composites Masten, Groß- & Spinnakerbäume auf den hohen Qualitätsstandards die Bootswerften und Eigner fordern.

Die Fertigungsstätten sind erstklassig ausgestattet – seit 2004 ist ein 33m langer Autoklave in Betrieb. Hierin werden Mastprofile bei 120° Celsius und 6 Athmospären Druck gebacken.


Autoclave

King Composites erarbeitet Masten in eigenen Konstruktionsabteilungen.

Hier werden weiterführende Ideen für nützliche Zusatzausstattungen entwickelt und realisiert wie z. B. die verstellbare Mastbasis (Option)


Dadurch wird ein verschieben des Mastfußes auf der Mittschiffachse möglich. Zusammen mit einem hydraulischen Mast-Jack kann so der Mastfuß nach vorne oder achtern getrimmt werden. Das erlaubt ein absolutes Feintuning z.B. für Regattayachten.

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